Arbeitsschritte

Eine interdisziplinäre Wissenschaftlergruppe der HAWK in Göttingen geht der Frage nach, wie sich gesellschaftliche Veränderungsprozesse auf unternehmerische Tätigkeiten in Dörfern auswirken. Ein wichtiger Aspekt ist der Megatrend „Digitalisierung“, durch den sich das Arbeitsleben grundlegend verändern wird und damit Entwicklungsoptionen für den Wirtschaftsstandort Dorf verbunden sein können.

In den Kooperationskommunen in Südniedersachsen Flecken Bevern (Landkreis Holzminden) und Bovenden (LK Göttingen) sowie Gemeinde Katlenburg-Lindau (LK Nrtheim) wird untersucht, welche Bedeutung Dörfer heute noch für wirtschaftliche Aktivitäten haben und welche Perspektiven sich durch die Digitalisierung für den Wirtschaftsstandort Dorf entwickeln können.

Im ersten Arbeitsschritt erfolgt die Erfassung der Wirtschaftsstrukturen auf Ortsteilebene, ergänzt um Gespräche mit wichtigen Akteuren aus Verwaltung, Politik und Wirtschaft zu den Rahmenbedingungen für die Wirtschaft. Ausgehend von vorliegenden Statistiken wird durch tiefergehende Recherche und Ortsbegehungen eine Übersicht der wirtschaftlichen Aktivitäten erarbeitet. Die Vielfalt und Bandbreite der vorhandenen Wirtschaft in den Dörfern wird so sichtbar gemacht. In einem zweiten Schritt werden Unternehmen befragt, um Daten zu den Standortqualitäten aus der Perspektive der Wirtschaft zu generieren. Entwicklungshemmnisse und Entwicklungsperspektiven sollen identifiziert werden. Im dritten Schritt werden aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen Strategien und Handlungsempfehlungen abgeleitet. Schließlich werden im Dialog mit Praxispartnern spezifische Beratungs- und Unterstützungsangebote für die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Dorf entwickelt.

 

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