Projekt

Ideen zu Forschungsprojekten entstehen oft auch durch den unmittelbaren Kontakt zum Forschungsgegenstand. Das will ich kurz erläutern. Vor ein paar Jahren wurde in meiner unmittelbaren Nachbarschaft ein altes Fachwerkhaus abgerissen und wenige Monate später durch ein modernes Gebäude ersetzt. Als ich dann erfuhr, dass sich hier ein innovatives Unternehmen angesiedelt hatte, war meine Neugierde geweckt. Die Frage, was denn wohl diesen Unternehmer bewogen hat, sein Unternehmen im Dorf aufzubauen, beschäftige mich, zumal immer wieder zu hören ist, dass es im Dorf keine Arbeitsplätze gibt und vor allem deshalb die jungen Menschen abwandern. Dieses Unternehmen hat Kunden in aller Welt, kommuniziert mit den Kunden über das Internet und pflegt die Geschäftskontakte auf einschlägigen Messen. Der Standort des Unternehmens in einem Dorf in Südniedersachsen sei dabei keineswegs ein Nachteil. Vielmehr schätze man sehr, dass Arbeiten und Leben an einem Ort möglich sei, erfuhr ich im Gespräch mit der Unternehmerfamilie. Tatsächlich war dieses Gespräch entscheidend für die Entwicklung des Forschungsvorhabens „Perspektiven für den Wirtschaftsstandort Dorf“. Im Rahmen der Forschung können wir nun der Frage nachgehen, welche Bedeutung Dörfer aktuell noch als Wirtschaftsstandort haben, um dann in einem zweiten Schritt gemeinsam mit den Kooperationspartnern über Strategien einer gezielten Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Dorf nachzudenken.

Prof. Dr. Ulrich Harteisen

Fakultät Ressourcenmanagement, Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung


Arbeitsschritte   Forschungsfragen


Durch die finanzielle Unterstützung mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Niedersachsen (Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur) im Rahmen des Südniedersachsenprogramms können wir dieser Forschungsfrage nach gehen.

Laufzeit: 1. Juli 2017 bis 30. Juni 2020

Ziele: Im Rahmen des Projekts WiStaDo sollen Entwicklungshemmnisse und Entwicklungsperspektiven des Wirtschaftsstandortes Dorf analysiert werden. Daran anschließend sollen gemeinsam mit den Projektpartnern Strategien für eine spezifische Wirtschaftsförderung für das Dorf erarbeitet werden.

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