Erste Zwischenergebnisse präsentiert

Zukunft von Arbeiten und Leben in ländlichen Räumen

27.11.2018,  Göttingen

Die digitale Transformation verändert nicht nur unseren Alltag oder Produktionsprozesse grundlegend sondern auch wie wir Arbeiten. Dies hat unterschiedliche Auswirkungen, bietet Chancen, aber auch Verluste. Wie sich dies auf Arbeiten und Leben in ländlichen Räumen auswirken kann, thematisierte das Göttinger FORUM Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung der HAWK mit der Georg-August-Universität Göttingen am 27. Nov 2018.

Das Projektteam berichtete über den aktuellen Stand im Projekt und stellte erste Ergebnisse aus der noch laufenden Unternehmensbefragung vor. Deren Ziel ist es, Voraussetzungen für eine positive wirtschaftliche Entwicklung zu erkennen, herauszufinden, wie es sich in den drei Untersuchungsgemeinden arbeiten lässt, welche Schwierigkeiten es aus unternehmerischer Sicht gibt und welche zukünftige Entwicklung erwartet wird. Teilnehmen können Personen, die als Unternehmer/innen, Gewerbetreibende oder Selbstständige in einem der Ortsteile der drei Gemeinden ihre Arbeit ausüben – egal, ob Landwirt/in, Softwareentwickler/in, Musiklehrer/in oder Großunternehmen – damit in Erfahrung gebracht wird, was wirtschaftlich tätige Menschen heute und zukünftig an ihrem Unternehmensstandort benötigen.

In den bisherigen Untersuchungen wurde bereits deutlich, dass in jedem der Ortsteile lokale Wirtschaft vorhanden ist, auch wenn diese nicht offensichtlich wahrnehmbar ist. Bekannte Statistiken zur Wirtschaftsstruktur oder Beschäftigtenzahlen geben hierzu auch keinen umfassenden Überblick. Hinter dem Begriff „Wirtschaft“ im Dorf steht eine Vielfalt an Unternehmen, Selbstständigen, Landwirten und Handwerkern verschiedenster Branchen und Größen. Dabei agieren einige Unternehmen, mehr als es vielleicht erwartet wird, in bundesweiten oder auch globalen Geschäftsbeziehungen. Dr. Tobias Behnen führte aus, dass trotz der engen Zusammenarbeit mit den Projektpartnern und ausführlicher Recherchearbeit nur etwa die Hälfte aller identifizierten Unternehmen für das Projektteam online mit Geschäftskontakt auffindbar ist.

In diesem Jahr werden die empirischen Erhebungen weitestgehend abgeschlossen sein. Die daraus gezogenen Erkenntnisse werden in der nächsten Phase des Projekts aufgegriffen und gemeinsam mit den Praxispartnern weiterbearbeitet. Hierzu werden unterschiedliche Beteiligungsformate ausgewählt, je nachdem welche Aspekte thematisiert werden und welche Akteure zusammenkommen sollen.


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