Interview mit Sven Bibi von IXDS

Nachdem Sven-Anwar Bibi sein Diplom an der International School of Design in Köln absolvierte, lehrte er an verschiedensten Universitäten wie der German University in Kairo und der Fachhochschule Köln, bis er im Mai 2015 zu IXDS kam. Neben seiner Selbstständigkeit als Produktgestalter, arbeitet er hier bis heute als Connected Living Venture .

Über die Jahre erwarb er Fachkenntnisse im Produktdesign und in der 3D-Kommunikation, was ihm die Notwendigkeit von kontextabhängigen, auf den Menschen bezogenen Denken näherbrachte. Heute fallen aus diesem Grund auch Aufgaben des Social Design und Capacity Building in seinen Arbeitsbereich.

Seine Vision ist es durch partizipatorischen Innovationsprozessen relevante Dienstleistungen und Produkt zu entwickeln. Sie sollen sich so perfekt in soziale Räume und Systeme integrieren, Häuser der Zukunft intelligenter und soziale Prozesse digitaler werden lassen.

Insights IXDS

CO-CREATIVE WORK: IXDS hat flache Hierarchien. Kompetenz wird nicht in Jahren gemessen sondern in Skills.

4-DAY WORK WEEK: In Folge dessen haben die Mitarbeiter eine intensivere Arbeitszeit und arbeiten dementsprechend effektiver. Durch mehr Freizeit entsteht eine bessere Work-Life-Balance.

INVOLVES THE CLIENT: Der Kunde wird in jeden Schritt des Prozesses mit einbezogen. Das sorgt für eine klare Kommunikation und direktes Feedback.

CREATIVE TECHNOLOGISTS: C.T. bilden die Schnittstelle zwischen Hardware und Software. Neue Technologien werden mit Hilfe von voll funktionsfähigen Prototypen validiert.

PROTOTYPING: Im Idealfall ist Prototypisierung flexibel, schnell und kostengünstig. Es entscheidet über Nutzbarkeit und Qualität.

ARTIFICIAL INTELLIGENCE: Designer werden niemals durch Maschinen ersetzt werden, aber AI kann in Zukunft die Arbeit der Archivierung und des Wissensaustausches erleichtern.

Interview mit Andreas Enslin bei Miele

Designprozesse in der Weißwarenindustrie

Am 10. Januar 2019 besuchten wir Miele in Gütersloh. Andreas Enslin, Leiter des Designcenters führte uns durch das Miele Museum und die Ausstellung mit den aktuellen Produkten. Anschließend führten wir das einstündige Interview zum Thema „Designprozesse in der Weißwarenindustrie“.

 

Der Designprozess bei Miele, wie in der Abbildung dargestellt, erfolgt in drei Phasen und endet mit der SOP (Start of Production). Der Designprozess ist in drei Phasen unterteilt. In Horizont 3, der Strategiephase, werden zukünftige Entwicklungen und Designtrends zehn Jahre im Voraus geplant. In der Vorentwicklungsphase (Horizont 2) wird der Produktionsprozess auf die Serienentwicklungsphase im Horizont 1 vorbereitet.

 

 

Andreas Enslin betonte in dem Interview die neuen Designherausforderungen und Verantwortungen, die sich aus neuen Technologien ergeben. Es ist wichtig, die Technologie für die Anwender zugänglich, verständlich und kontrollierbar zu machen. Es sei wichtig die Bedürfnisse der Menschen zu kennen, um Orientierung zu schaffen und um die Komplexität herunternehmen zu können. Nur so könnten wir brauchbare, freudvolle Anwendungen schaffen, die Sinn stiften.

 

Interview mit V-Zug

„Wir wollen der Weißwarenindustrie – einem tendenziell eher langweiligen Bereich – einen komplett neuen Ruf verpassen und die Leute begeistern. Das ist unser Ziel.“

– Martin von Freeden, Head of Design bei V-Zug

Wie sieht die Weißwarenindustrie im Jahr 2033 aus? Martin von Freeden, Head of Design bei V-Zug, hat sich einen Nachmittag Zeit genommen, um dieser und anderen Fragen auf den Grund zu gehen. Am 08. Februar 2019 sind wir im Rahmen des Designmanagement Kurses mit dem Zug in die Schweiz gefahren. Angekommen in Zug (etwa eine halbe Stunde Zugfahrt von Zürich entfernt) wurden wir vor dem eigentlichen Interview mit Martin etwa eine Stunde lang durch die Werkstätten des Unternehmens geführt und bekamen so die Möglichkeit, den Designprozess unmittelbar unter die Lupe zu nehmen. Gegründet in 1913 steht V-Zug an der Spitze des Schweizer Marktes für Weißwaren. In sogenannten „Zugoramas“, den Showrooms, präsentiert V-Zug seine Produkte und lädt dazu ein, sich von ihrer Qualität überzeugen und von Starköchen bekochen zu lassen.

Nach der ausführlichen Werksführung führten wir, direkt neben dem Design Lab, das etwa einstündige Interview, in dem interessante Erfahrungsberichte ausgetauscht wurden. Näher analysiert wurde dabei das  Thema der Robotik und künstlicher Intelligenz in der Weißwarenindustrie. Zwei Kameras und ein Mikrofon dienten zur Aufzeichnung. Dieses wurde im Anschluss transkribiert und als etwa halbstündiges Video geschnitten. Aus dem Experteninterview wir Kernaussagen bezüglich Designprozessen in der Weißwarenindustrie zusammengefasst.

Insgesamt kann man sagen, dass sich die Weißwarenindustrie im Wandel befindet. Der Fokus liegt nicht länger ausschließlich auf der Technologie. Auch dem Design wird ein großer Stellenwert eingeräumt; hier setzt V-Zug an. Umfassendes Projektmanagement und enge Zusammenarbeit stellen essentielle Bestandteile eines erfolgreichen Designprozesses dar.

Unter folgenden Links haben wir die Kernaussagen des Interviews noch einmal zusammengefasst und den Designprozess bei V-Zug in einer Grafik veranschaulicht.

Interview mit Stefan Freitag von INDEED

Durch das Interview mit Stefan Freitag konnten wir gute Einblicke in den Designprozess von INDEED gewinnen.

Anbei finden Sie einen Link mit dem Sie zu den Ergebnissen unseres Interviews gelangen.

Link: INDEED-INOVATION 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ABOUT: WHITE GOODS DESIGN

Weißware ist in unserem westlichen Alltag nicht mehr wegzudenken. Wir nutzen täglich Kühlschränke und regelmäßig Waschmaschinen, Trockner oder andere kleine Helfer die uns im Haushalt helfen und mit immer mehr Ausführungen und Technik ausgestattet werden.

Wir vom Designmanagment-Kurs der HAWK Hildesheim denken über die Grenzen der weißen Ware hinaus. Mit einem Blick auf die Zukunft entwickeln wir Services, Visionen und Produkte, die auch die physischen Großgeräte verlassen können.

Das Wintersemster 2018/19 präsentiert in diesem Blog ihre Erkenntnisse zu Weißwaren-Herstellern wie z.B. Miele und Poggenpohl. Anhand von Experteninterviews wurden s.g. „Signale“ generiert und schlussendlich zu Insights oder Kernaussagen zusammengefasst. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

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