TansZ | Transformation gewachsener Zentren

Neue Entwicklungsperspektiven durch soziale, ökonomische und ökologische Innovationen

Ein Verbundprojekt der HafenCity Universität Hamburg, der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg, der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Holzminden sowie der Hochschule für Technik Stuttgart
Die Website des Gesamtprojekts finden Sie hier.

Fördermaßnahme: Nachhaltige Transformation urbaner Räume

Laufzeit: 2/2017 – 1/2020


Ausgangslage: Lokal unterschiedliche Veränderungen in den Zentren

Ehemals vitale Zentren verlieren an Bedeutung und Wertschätzung. Dies nicht nur als Orte des Konsums und der Versorgung, sondern auch als Wohn-, Kommunikations-, Aufenthalts- und Identitätsorte. Gewerbliche Mindernutzungen, Laden- und Wohnungsleerstände, Immobilien mit Sanierungsstau, brachliegende Grundstücke und verwahrloste öffentliche Räume zeugen oftmals davon.

Diese Entwicklungen beruhen auf allgemeinen gesellschaftlichen und strukturellen Wandlungen; sie haben aber auch lokalspezifische Ursachen. Hierzu zählen beispielsweise die Lage der Zentren und Stadtteile, deren Lage, nicht mehr marktgängige Verkaufs- und Nutzflächen, ungünstige Gebäudestrukturen, Vermietungsstrategien von Eigentümer_innen oder auch Konkurrenzstandorte im näheren oder weiteren Umfeld. Auch die Veränderung der Bevölkerungsstruktur erzeugt neue Bedarfe, beispielsweise bezüglich der Erreichbarkeit, Niedrigschwelligkeit und Ausgestaltung vor sozialer Infrastruktur, Dienstleistungen aber auch der Nahversorgung.

 

Ziel: Nachhaltige Entwicklungen mit Aktiven vor Ort

Übergeordnetes Ziel ist es, einen Beitrag zur nachhaltigen Transformation und Entwicklung gewachsener Zentren zu leisten. Dabei geht es um die Identifizierung und Stärkung von transformativen Kräften vor Ort sowie um soziale, ökonomische und ökologische Innovationen.

Ausgangsthese dabei ist, dass notwendige Veränderungen mit den Menschen vor Ort entwickelt und umgesetzt werden müssen. Die zentrale Untersuchungsfrage ist deshalb, welche Möglichkeiten sich unter den gegebenen Rahmenbedingungen aus den spezifischen Akteurskonstellationen vor Ort ergeben und wie unterschiedliche Interessen und Handlungsmöglichkeiten für eine nachhaltige und resiliente Transformation der Zentren genutzt werden können. Dabei geht es u.a. um Handlungsrationalitäten, soziale Interaktionen und kollektive Prozesse der Akteur_innen für neue Entwicklungen.

Sechs unterschiedlich strukturierte Untersuchungsräume

Großstädtische Nahversorgungs- und Stadtteilzentren und Innenstädte von Klein- und Mittelstädten werden vergleichend untersucht, um Erkenntnisse hinsichtlich der Zusammensetzung der Akteur_innen (Untersuchungslinie A) und der Dynamik ihrer Zusammenarbeit vor Ort zu gewinnen (Untersuchungslinie B). Untersuchungsräume sind die Innenstädte von Fellbach, Holzminden und Höxter sowie die Stadtteilzentren in Hamburg-Rissen und -Eimsbüttel Osterstraße sowie Stuttgart-Wangen.

Reallabore zur Erprobung lokalspezifischer Handlungsansätze

TransZ ist anwendungsorientiert konzipiert. Auf der Grundlage der Analyse der Praxis der jeweiligen Zentrenentwicklung werden mit den Aktiven vor Ort Konzepte und Projekte entwickelt und umgesetzt. Lernprozesse werden aktiv unterstützt, um neue Entwicklungsperspektiven durch soziale, ökonomische und ökologische Innovationen zu eröffnen. Diese „Reallabore“ sollen innovative Prozesse fördern, die zu dauerhaft selbsttragenden Strukturen in den Zentren führen.

Vier Themenschwerpunkte in vergleichenden Projekten

Die vergleichende Begleitforschung der Reallabore in vier Themenschwerpunkten soll neue Erkenntnisse über das individuelle und kollektive Handeln der Akteur_innen, übertragbare Handlungsoptionen sowie tragfähige und nachhaltige Strukturen zusammenstellen.