Kooperationspartner & Hintergrund

Betrachtet man den Namen „Hospiz“ historisch, stößt man darauf, dass vor allem seit dem Mittelalter viele Klöster „Hospize“ anboten. Es waren Unterkünfte, in denen sich Pilger, Obdachlose, Kranke oder Sterbende auf ihrem Weg ausruhen und erholen konnten oder seelsorgerisch im Sterben begleitet wurden. Diesem christlich geprägten Vorbild folgte ab 1976 die „Moderne“ Hospizbewegung.

Ein erstes stationäres Hospiz entstand 1976 durch die Initiative der Krankenschwester und Ärztin Cicely Saunders. Ihr Ziel war es, die Leiden von todkranken Menschen so weit als möglich zu lindern und, was noch wichtiger ist, die Sterbenden und ihre Angehörigen nicht allein zu lassen. Diese Idee hat sich im Weiteren auch in der Bundesrepublik als Bürgerbewegung verbreitet.

In Niedersachsen bestehen zurzeit etwa 130 Hospizgruppen. Sie sind inzwischen eingebettet in ein engmaschiges Netzwerk einer hospizlichen und palliativen Versorgung, Betreuung und Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen.

Bereits seit 1995 besteht auch der ökumenische Hospizdienst Sarstedt e.V.. 2002 wurde in Hildesheim der Hospizverein „Geborgen bis zuletzt e.V.“ gegründet. Beide Dienste kooperieren seit 2015. Zurzeit sind in diesen beiden Vereinen etwa 85 ausgebildete ehrenamtliche Mitarbeiter*innen für Sterbebegleitungen bereit. Ebenso stehen für die Trauerarbeit 15 speziell ausgebildete Trauerbegleiter*innen zur Verfügung.

Im Mittelpunkt einer ambulanten hospizlichen Begleitung stehen der schwerkranke und sterbende Mensch mit seinen seelischen, sozialen und körperlichen Bedürfnissen sowie die Angehörigen. Ziele sind, dem Sterbenden ein menschenwürdiges Leben und Sterben in der gewohnten Umgebung zu ermöglichen, seine Bedürfnisse und Wünsche anzunehmen und möglichst zu erfüllen. Die das Leben bejahende Grundidee der Hospizbewegung schließt aktive Sterbehilfe aus.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen sind ausgebildet im Rahmen von Curricula, die auf der Basis von Empfehlungen des Bundesministeriums für Familie und Gesundheit 1995 herausgegeben wurden. Der Vorbereitungskurs umfasst 80 Stunden in Theorie und Praxis.Im Mittelpunkt stehen der Erwerb von kommunikativen Handlungskompetenzen sowie die Reflexion der eigenen Haltung und Werte. Die Mitarbeiter*innen verpflichten sich zu regelmäßiger Supervision und Fortbildung.Dazu gehört z.B. die Teilnahme am Projekt: Zusatzqualifikation Basale Stimulation.

Das Projekt wird durch die Spendenaktion „Hand in Hand für Norddeutschland“ finanziert.

Weitere Informationen über den Hospizverein „Geborgen bis zuletzt“ erhalten Sie hier.

(K. Cornelius)