Basale Stimulation

Das Konzept der Basalen Stimulation wurde in den 70er Jahren von dem Pädagogen, Prof. Dr. Andreas Fröhlich (*1946) und seinen Mitarbeiterinnen in der praktischen Tätigkeit in einem Rehabilitationszentrum entwickelt. Ziel dabei war, schwer mehrfachbehinderten Kindern und Jugendlichen über den Körperkontakt eine Ausdrucks- und Kommunikationsmöglichkeit zu eröffnen. Mittels grundlegender, voraussetzungsloser (lat. basal) Reize soll sowohl die Körperwahrnehmung auf verschiedenen Wahrnehmungsebenen (bspw. durch Berührung, Bewegung oder durch Gerüche) gefördert als auch eine individuelle, nonverbale Mitteilungsform (Kommunikation) ermöglicht werden. Damit werden Menschen unterstützt, deren Wahrnehmungs- und Kommunikationswege schwer beeinträchtigt sind, sei es durch Erkrankungen, Behinderungen oder im Sterbeprozess.

Dieser Ansatz wurde in den vergangenen Jahren weiterentwickelt und auf andere Bereiche ausgeweitet. So wurde das Konzept inzwischen u.a. in die Pflege von Prof. Christel Bienstein in Zusammenarbeit mit Prof. Fröhlich übertragen und wird vereinzelt im Hospiz- und Palliativbereich angewendet (Fetzer & Preußer, 2014; Büntzel et al., 2013).

 

Quellen:

Fetzer, M. & Preußer, H. (2014). Erfahrungsbericht – Basale Stimulation. In: Zeitschrift für Palliativmedizin, 15(2), 47-50.

Büntzel, J., Büntzel, H., Micke, O. (2013). Integrative Behandlungsansätze in der Palliativmedizin. In: Der Onkologe, 19 (9), 762-767