Forschungsergebnisse: qualiS – Qualitätskriterien für Holzhackschnitzel

qualiS

 

 

 

 

 

Mit Novellierung der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BImSchV) im Jahr 2015 und der damit einhergehenden Verschärfung der Emissionsgrenzwerte sind die Anforderungen an die eingesetzten Brennstoffe gestiegen. Eine Voraussetzung für die Verringerung der Staub- und Stickoxidemissionen ist die Verwendung von qualitativ hochwertigen Brennstoffen. Im Rahmen des Forschungsprojektes qualiS  wurden die Möglichkeiten der Qualitätssicherung bei der Herstellung und Bereitstellung von Holzhackschnitzeln untersucht und dokumentiert. Ein Schwerpunkt lag in der Entwicklung vereinfachter Methoden zur Qualitätsbestimmung von Hackschnitzeln, die eingesetzt werden können, wenn die Standardmethoden nach DIN EN ISO 17225-4 zu aufwändig sind, z. B. bei Selbstversorgern oder für die Prozessüberwachung in kleinen Biomassehöfen. Im Rahmen des Projektes wurden als haupteinflussnehmende Parameter der Wassergehalt und die Partikelgrößenverteilung sowie der Feingutanteil identifiziert. Ein zu hoher Wassergehalt führt zu schlechteren Verbrennungseigenschaften und damit zu höheren Emissionen. Daneben führt ein hoher Feinanteil zu hohen Mineraliengehalten im Hackgut und damit zu erhöhten Staubemissionen. Zur Qualitätssicherung wurden deshalb vereinfachte Methoden zur Qualitätskontrolle für die wichtigsten Parameter Wassergehalt und Partikelgrößenverteilung entwickelt. Diese können zur Überprüfung der Hackschnitzelqualität während der Bereitstellung herangezogen werden. Dadurch können qualitätsbeeinflussende Maßnahmen wie Absieben von Überlängen und des Feinanteils oder Trocknen der Hackschnitzel während der Zwischenlagerung beurteilt und gesteuert werden.

Erste Ergebnisse zur Einsetzbarkeit der Methoden sind in einem  Poster dargestellt. Ein Video zur Durchführung der Siebung ist hier zu finden oder kann über den folgenden QR-Code aufgerufen werden.qr code qualiS

 

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