ReBi 2.0: Flexible Stromerzeugung aus Biogas zur Bereitstellung von Regelenergie

Aktuell startet das Projekt ReBi 2.0 – „Regelung der Gasproduktion von Biogasanlagen für eine am Bedarf orientierte, gesteuerte Biogasverstromung“. Fördermittelgeber ist die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR). Die Koordination übernimmt das Fraunhofer Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) in Kassel. Neben NEUTec ist mit der FLEXBIO Technologie UG, eine Ausgründung von NEUTec, ein weiterer Partner beteiligt.

Die Basis bilden Vorarbeiten aus ReBi 1.0 („Regelung der Gasproduktion von Biogasanlagen“), ein gemeinsames Projekt des Fraunhofer IWES und des Fachgebiets NEUTec. In diesem Rahmen wurde das innovative ReBi-Verfahren zur bedarfsgerechten Biogasproduktion entwickelt. Technikumsuntersuchungen mit der ReBi-Biogasanlage zeigten, dass mit dem Konzept eine bedarfsgerechte Biogaserzeugung sehr gut möglich ist. Die Flexibilität ist dabei deutlich größer und längerfristiger als bei Biogasanlagen mit Gasspeichererweiterung. So kann  mit dem ReBi-Verfahren z. B. auch bei länger anhaltenden Windflauten Strom aus Biogas als Regelenergie bereitgestellt werden. Eine Nachrüstung bei bestehenden Anlagen ist mit begrenztem Aufwand möglich.

REBIReBi-Biogasanlage im Technikum der HAWK Göttingen

Im Nachfolgeprojekt ReBi 2.0 wird das Konzept durch den Projektkoordinator Fraunhofer IWES in den großtechnischen Maßstab überführt. Dazu wird am Hessischen Biogasforschungszentrum (HBFZ) in Bad Hersfeld, das gemeinsam vom IWES und dem Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) betrieben wird, eine Anlage errichtet. Die FLEXBIO Technologie UG führt Planungen durch und begleitet den Bau und die Versuchsdurchführungen.

An der HAWK Göttingen wird das Teilprojekt „Flexible Biogasproduktion durch die Vergärung eines breiten Substratspektrums mit der bestehenden ReBi-Technikumsanlage“ bearbeitet. Das ReBi-Konzept umfasst als ersten Verfahrensschritt eine Hydrolysestufe, in der bisher Maissilage eingesetzt wurde. Bekannt ist, dass auch Stroh und strohhaltige Substrate in Hydrolysestufen kurzfristig und effizient umgesetzt werden können. Daher wird getestet, wie gut Stroh- ein bisher kaum genutzter Reststoff – in der Hydrolyse aufgeschlossen wird. Um die notwendige Ansäurerung zu erreichen, wird das Hauptsubstrat Stroh mit kleineren Anteilen Maissilage bzw. Zuckerrübensilage kombiniert. Die geeignetsten Mischungsverhältnisse werden durch Laboranalysen und Gasertragstests bestimmt.

Anschließend werden mit den ausgewählten Mischungsverhältnissen an der Technikumsanlage kontinuierliche Versuche durchgeführt, einschließlich Belastungstests und dem Abfahren von Lastprofilen.

Ziel des Teilprojekts ist, das ReBi-Konzept so weiterzuentwickeln, dass ein möglichst hoher Anteil an bisher unerschlossenen Reststoffen bei der flexiblen Biogaserzeugung eingesetzt werden kann.

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Projektbeschreibung von ReBi 1.0 bei der FNR

Projektbeschreibung von ReBi 2.0, Teilprojekt 1: Fraunhofer IWES

Projektbeschreibung von ReBi 2.0, Teilprojekt 2: HAWK Göttingen

Pressemitteilung des Fraunhofer IWES

Veröffentlicht unter Allgemein
Fachgebiet NEUTec
Nachhaltige Energie- und Umwelttechnik

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