Was ist MONIKOM ?

 

Ziel des Forschungsprojektes ist die Entwicklung eines Werkzeugkastens inklusive Leitfaden zur handlungsorientierten kommunalen Sozialberichterstattung für kleine und mittlere Kommunen und Landkreise Niedersachsens.

 

 

Dieser enthält:

  • ein problemorientiertes Indikatorenmodell,
  •  Hinweise zur Erschließung von Datenquellen und zur Datenorganisation sowie
  • Anleitungen zur Aufbereitung und Interpretation der Daten sowie zur grafischen Veranschaulichung.

Darüber hinaus werden notwendige überörtliche Rahmenbedingungen und unterstützende Strukturen für ein integriertes kommunales sozialräumliches Monitoring identifiziert.

Hintergrund des Projektes ist die weithin fehlende Sozialberichterstattung in kleineren und mittleren Kommunen Niedersachsens. Hier mangelt es oft an der personellen, organisatorischen und technischen Infrastruktur, um Datenquellen zu erschließen und zu aussagekräftigen Analysen zu verdichten. Eine strategische Sozialplanung ist dann schwerlich möglich.

Seit 2010 veröffentlicht das Land Niedersachsen jährlich Berichte zur Handlungsorientierten Sozialberichterstattung Niedersachsen (HSBN) mit einem allgemeinen Teil und jeweils unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten veröffentlicht. Thematische Fokussierungen waren z. B. Armutsrisiken von Kindern und Jugendlichen oder Bildung und Qualifikation. Zwar liefern diese Berichte – wo möglich – regionalisierte Daten, zum geringen Teil bis hin zur Gemeindeebene, die Analyse- und Bewertungsebene ist aber zunächst und vor allem das Land Niedersachsen (in kleinräumiger Struktur).

Aber bei der HSBN geht es auch darum, die kommunalen Akteure zu einer eigenen lokalspezifischen Sozialberichterstattung zu ermutigen: „Die Handlungsorientierte Sozialberichterstattung Niedersachsen (HSBN) stellt Akteurinnen und Akteuren der Armutsbekämpfung in Land, Kommunen und Verbänden empirisches Material handlungsorientiert und unkompliziert zur Verfügung. Damit wird ihnen verlässliches Vergleichsmaterial für ihre Region an die Hand gegeben, das sie nutzen können, um eigene regionale und lokale Berichte und Untersuchungen anzustellen“ (sozialberichterstattung-niedersachsen.de).

Allerdings ist es für mittlere, vor allem aber für die kleineren Gemeinden und Landkreise sehr schwierig, adäquate Datengrundlagen und Interpretationen als Grundlage für eine sozialraumorientierte und zielgenaue Sozialplanung zu erstellen. Daten, die produziert werden, können oftmals gar nicht ausgewertet oder zielführend interpretiert werden. Hier setzt das Forschungsprojekt an mit der Entwicklung eines Werkzeugkastens inklusive Leitfaden, mit dessen Hilfe auch kleinere Kommunen und Landkreise in Niedersachsen in die Lage versetzt werden, raumbezogene Sozialberichte mit eindeutigem Problem- und Handlungsbezug zu erstellen.

Es wird, exemplarisch für ausgewählte Kommunen, ein handhabbares System von Indikatoren entwickelt, erhoben und evaluiert, anhand deren quantitativ belegte Aussagen über Entwicklungstrends in zentralen kommunalen Lebenslagebereichen möglich sind. Dies ermöglicht sozialraumbezogene handlungsorientierte Analysen sowie eine regelmäßige Fortschreibung als kommunales Monitoring-Instrument.

MONIKOM

Kommunale integrierte Sozialberichterstattung in Niedersachsen.
Ein Werkzeugkasten zur Entwicklung eines sozialräumlichen Monitorings für kleinere und mittlere Kommunen

Projekt-Team

HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst
www.hawk-hhg.de

Prof. Dr. Gerhard Litges
Fakultät Management, Soziale Arbeit, Bauen
E-Mail: gerhard.litges@hawk-hhg.de

Dr. Annette Harth
Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit
E-Mail: annette.harth@hawk-hhg.de
Telefon: 05121/881-415

Dr. Susanna von Oertzen
Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit
E-Mail: susanna.oertzen@hawk-hhg.de
Telefon: 05121/881-435
HAWK Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit
HAWK Fakultät Management, Soziale Arbeit, Bauen