Simona Lind: Restaurant „Simona“

Simona Lind: Restaurant „Simona“

Für die Liebe nach Deutschland

Mit 20 Jahren verließ Simona Lind Rumänien, um zu ihrem Mann nach Deutschland zu ziehen. Kennengelernt haben die beiden sich, als ihr Mann in Rumänien Urlaub machte. Er hat auch entscheidend dazu beigetragen, dass Frau Lind sich 2015 selbstständig machte. Bei der Zeitungslektüre sah er, dass in Barßel ein Restaurant verkauft werden sollte. Frau Lind zögerte nicht lange, denn in Deutschland hatte sie eine Ausbildung zur Hotelfachfrau absolviert. Auch danach arbeitete sie noch viele Jahre im selben Betrieb. Als Serviceleitung lernte sie viel, und diese Erfahrung nützt ihr jetzt im eigenen Restaurant.
Das Restaurant „Simona“ serviert heute zwar deutsche Küche, in die Räumlichkeiten fließen aber auch viele rumänische Elemente ein. Die Farbe Grün dominiert: Sie steht für Hoffnung. Frau Lind beschäftigt insgesamt zehn Angestellte, auch den bereits zuvor in dem Restaurant tätigen Koch übernahm Frau Lind wegen seiner langjährigen Erfahrung und seines guten Rufes. Frau Lind übernahm so schon viel Qualität vom Vorgänger.

An Feiertagen ausgebucht

Frau Lind ist gesellig und hatte schon immer Freude daran, Gäste zu bewirten. Sie möchte sich nicht vor anderen rechtfertigen, sie ist gerne selbstständig: „Wenn wir das Restaurant kaufen, kannst du tun und lassen, was du willst“, sagte auch ihr Mann. Und dann ging es schnell: Die Räume waren nur einen Monat für Renovierungsarbeiten geschlossen. Inzwischen läuft das Restaurant gut. Die Räumlichkeiten sind an Feiertagen schon ein Jahr vorher ausgebucht. Bald wollen Frau Lind und ihr Mann eine angrenzende Scheune ausbauen, um auch größere Gesellschaften bewirten zu können. Große Festsäle sind in der Umgebung selten.

Ein offenes Ohr für Angestellte

Simona Lind hat sich vor der Existenzgründung nicht beraten lassen – auch, weil sie von dem bereits guten Ruf des Restaurants profitieren konnte. Sie rät potenziellen Gründer_innen trotzdem, Beratung zu suchen. Alle Unternehmer_innen müssten klein anfangen und sich stetig weiterentwickeln. Chef_innen sollten ein offenes Ohr für die Angestellten haben, mit Geld umgehen können und die Bereitschaft haben, von morgens bis abends für den Betrieb da zu sein.