Die Landkreise

Die Auswahl der Reallabore konzentriert sich auf Regionen, in denen es kaum bis wenig systematisches Wissen über migrantische Unternehmen gibt. Sie sollte die Bandbreite möglicher struktureller Voraussetzungen abdecken, um Aussagen zur Übertragbarkeit gefundener Lösungen treffen zu können. Deshalb wurden drei ländliche

Untersuchungsräume mit unterschiedlichen wirtschaftlichen, politischen und unternehmensstrukturellen Rahmenbedingungen sowie unterschiedlichen Migrationspopulationen ausgewählt:

  • Landkreis Cloppenburg: prosperierende wirtschaftliche Entwicklung, überwiegend kleinere und mittlere Unternehmen aus dem handwerklichen und industriellen Bereich, geringer Anteil hochqualifizierter Arbeitsplätze, hoher Anteil an Zugewanderten aus den GUS.
  • Landkreis Holzminden: weniger positive wirtschaftliche Entwicklung, zwei Großunternehmen in der Kernstadt Holzminden, hohe Arbeitsplatzzentralität, sehr periphere Lage im Weserbergland, hoher Anteil an Zugewanderten aus der Türkei.
  • Werra-Meißner-Kreis: wenig dynamische Wirtschaftsentwicklung, geringe Arbeitslosigkeit, aber auch starke Abwanderung und hohe Auspendleranzahl, dienstleistungsdominiert, periphere Lage, geringer Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund, aber aktuell große Bedeutung der Integration Geflüchteter.