Zielstellung und Ausgangslage

In Kooperation von Wissenschaft, Kommunen, Wirtschafts- und Integrationsförderung und Zivilgesellschaft zielt das inter- und transdisziplinäre Verbundprojekt auf die bislang zu wenig genutzten endogenen Potenziale der migrantischen Ökonomie. Es geht darum, die interkulturelle Kompetenz und Öffnung von Verwaltung und Wirtschaftsorganisationen zu steigern sowie Gründer_innen und Unternehmer_innen mit Migrationshintergrund eine adäquate Ansprache, Beratung und Unterstützung anzubieten.

Ziel ist die Verbesserung von Zugängen zu Beratungsangeboten, Verwaltung, Unternehmensnetzwerken und Verbänden für Gründungsinteressierte und Unternehmer_innen mit Migrationshintergrund.

Aus den Erkenntnissen der Analyse bestehender Strukturen und Angebote sowie der Bedarfe migrantischer Gründer_innen und Unternehmen werden Konzepte und Strategien entwickelt und vor Ort erprobt. Dies beinhaltet:

  • die bedarfsgerechtere Gestaltung vorhandener Beratungsangebote durch Förderung interkultureller Kompetenzen in Organisationen und Verwaltung
  • eine bessere Information über Gründung und Unternehmensführung durch Vernetzung von Organisationen der Wirtschaft auf der einen Seite und von Organisationen der Migrant_innen auf der anderen Seite
  • ein Online-Angebot mit guten Beispielen aus anderen Regionen.

Zudem ist geplant, ausgewählte migrantische Unternehmer_innen mit ihren persönlichen Geschichten von der Gründung und Selbstständigkeit darzustellen.

Das Vorhaben leistet damit einen Beitrag zur konkreten und innovativen Gestaltung des demographischen Wandels in ländlichen Räumen und eröffnet nachhaltige Perspektiven der ökonomischen und sozialen Entwicklung und Integration, nicht zuletzt mit der Absicht, die Identifikation und Partizipation der migrantischen Unternehmer_innen vor Ort zu erhöhen. Das Projekt korrespondiert damit auch mit der Demographiestrategie der Bundesregierung, insbesondere in den Themenbereichen „Regionen im demographischen Wandel stärken“ sowie „Mobilisierung aller Potenziale der Fachkräftebasis“ (Bundesregierung 2015).

 

Hier weiterlesen zum Konzeptionellen Ansatz und Arbeitsweise des Projekts.