Forschungsprojekt ExTer

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat die HAWK – Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst und das Institut für Medizinische Soziologie der Universität Hamburg mit der Erstellung einer Expertise beauftragt, die die Möglichkeiten und Grenzen der gesundheitlichen Selbsthilfe von Terroropfern, z. B. im Rahmen von Selbsthilfegruppen, zum Gegenstand hat.

Terroranschläge hinterlassen traumatisierte und schwerverletzte Menschen, die in dieser belastenden persönlichen Situation Unterstützung bei der Verarbeitung der Erlebnisse brauchen. Es ist anzunehmen, dass der Selbsthilfe bei der Verarbeitung von Terrorereignissen eine wichtige Rolle zukommt. Besonders das Unerwartete und die grausame Handlung von Mensch zu Mensch scheinen die Besonderheit der Terrorereignisse gegenüber anderen traumatisierenden Ereignissen auszumachen. Das Miterleben eines solchen Ereignisses verbreitet Angst und Schrecken nicht nur bei unmittelbar betroffenen Personen, sondern auch bei deren Angehörigen bzw. Hinterbliebenen sowie Zeugen der Tat.

Ziel der Expertise ist es zu erörtern, ob die Unterstützung der Gesundheitsselbsthilfe – eingebunden in ein Gesamtkonzept – einen Beitrag zur Verbesserung der Situation von Terroropfern leisten kann.