Sozioökonomische Themen

Alltagsleben:

Wie sah der Alltag im Dorf früher aus, wie heute? Welche Heraus­for­derungen und welche Lö­sungs­an­sät­ze ergeben sich daraus für die Dorf­ge­mein­­schaft, für Kom­munal- und Fachver­wal­tungen  und die Po­li­tik heute? Was bedeutet das für die Attraktivität von Dörfern?

Demografischer Wandel:

Wie wirkt sich dieser auf das Leben im Dorf aus, was be­deutet die­ser für die Dörfer? Wird er dorfintern überhaupt wahrgenommen? Wirkt er sich auf die Stim­mung im Dorf aus? Welche Heraus­for­derungen und wel­che Lösungsansätze ergeben sich da­raus für die Dorf­ge­mein­schaft, für Kom­munal- und Fachverwaltungen und die Politik?

Altes Dorfgemeinschaftshaus in Hilkerode

Lebensstile: Wie sehen heute verschiedene Lebensstile im Dorf aus? Wie verän­dern sich Lebensstile, wenn das Dorf evtl. nur zeitweise Lebensmittelpunkt ist und man zur Ar­beit in die Stadt fährt? Welche Verknüpfungen mit der Außen­welt sind nötig, z.B. bezüg­lich der Bereiche Mobilität und Internet, wie ist der Status Quo, und was wären optimale Be­din­gungen?

Die Rolle des Ehrenamts im Dorf: Welche Rolle spielt das Ehrenamt in Dörfern, wie kön­nen und sollten Beteiligungsprozesse aussehen, welche Rolle spielen sie bei der Dorf­er­neu­erung? Wie lassen sie sich mit den Bürgern gemeinsam gestalten?

Zuwanderung / Integration: Wie ist das Verhältnis zwischen Zugezogenen und Einheimi­schen? Welche Formen der Willkommenskultur gibt es (Best-Practice-Analyse)? Wie lassen sich insbesondere Flüchtlinge in das dörfliche Leben integrieren (Schwierigkeiten und Lösungswege)?

Wirtschaftsstandort Dorf: Analyse der Standortqualitäten: Welche Vor- und Nachteile bietet der ländliche Raum für welche Branchen? Gibt es eine Per­spek­tive für ein neues Unternehmertum in den Dörfern? Welche Bedeutung haben die Rahmenbedingungen und welche Entwicklungen sind erforderlich? Bietet die Digitalisierung neue Chancen für die wirtschaftliche Entwicklung im Dorf?

Landwirtschaftlicher Betrieb Neuvrees

Daseinsvorsorge: Welche Aufgaben muss der Staat weiterhin übernehmen, in welchen Bereichen können die Bür­ger Aufgaben übernehmen Wie ist die Be­reit­schaft für ehrenamtliches Engage­ment in diesem Bereich?

Nahversorgung: Wie ist die Lage im Bereich der Lebensmittelversorgung? Gibt es hier über­haupt ein Problem? Welche Konzepte zur Revitalisierung von Dorf­lä­den gibt es? Wie können Dorf­läden zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen? Welche Rolle spielt der Dorf­laden als „sozialer Treffpunkt“ und wie kann  man diese Funktion besser ausbauen?

Gesundheit / Pflege: Welche alternativen Versorgungssysteme gibt es für Dör­fer, wenn der stationäre Hausarzt wegfällt? Wie funktionieren dorfüber­grei­fen­de Angebote? Welche Chan­cen haben mobile Dienste oder pflegerische An­ge­bote in „Servicestellen“ z.B. in Dorfgemein­schaftshäusern? Best-Practice?

Bildung: Wie lässt sich Bildung im Dorf heute neu denken? Wie können unter Einbezug der Bevölkerung neue, attraktive, überlebensfähige Bildungskonzepte für verschiedene Alters­grup­pen erdacht werden? Was bedeutet das für Schulen, Kindergärten, Krippen, Kirchen? Welche Rolle spielen dabei dorfübergreifende Konzepte?

Bücherei Heckenbeck

Soziales Leben: Wovon hängt es ab, ob ein Dorf lebendig bleibt oder nicht? Welche Rolle spielen (physische) Treffpunkte, Angebote, einzelne Menschen („Zugpferde“) für das Funktionieren einer Dorfgemeinschaft, für den Zusammenhalt? Welche Rolle spielt die Architektur?

Stereotype über Dörfer: Was denken Dörfler über Dörfer, was denken Städter über Dörfer? Vergleich der Dorfinnensicht mit der städtischen Außensicht

Kinder und Jugendliche im ländlichen Raum: Welche Bedingungen finden sie in Dörfern vor (Chancen und Heraus­for­de­run­gen) und wie lassen sich diese ggf. ver­bes­sern? Wie wirkt sich der demografische Wandel auf diese Zielgruppe aus?

Kinder und Tiere

Lebensqualität in Dörfern: Was macht Lebensqualität im Dorf insgesamt aus? Wie wirken sich dörfliche Bedingungen auf individuell psychologische  Aspekte wie Selbstwirksam­keits­über­zeugung, Empowerment, Kohärenzgefühl aus? Vergleich mit der Stadt.

Mobilität: Welche alternativen Formen zum ÖPNV gibt es auf dem Land? Best-Practice-Analysen? Welche Chancen und Risiken bie­tet die Digitalisierung (Stichwort „Mit­nah­me-App“)? Welche Bevölkerungs­grup­pen würden welche Angebote nutzen? Welche Bedin­gungen müssten dafür herrschen?

 

Dorfforschung

Ländliche Räume und Dorfentwicklung

HAWK Hochschule
Fakultät Ressourcenmanagement
Standort Göttingen
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Projektleitung:
Prof. Dr. Ulrich Harteisen
E-Mail: ulrich.harteisen(at)hawk-hhg.de
Telefon:+49/551/5032-170

Projektkoordination:
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E-Mail: swantje.eigner-thiel(at)hawk-hhg.de
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