Wirtschaftsstandort Dorf

Forschungsvorhaben: Perspektiven für den Wirtschaftsstandort Dorf (WiStaDo)

! AKTUELL !

Veranstaltungen in den Kooperationsgemeinden mit der ansässigen Wirtschaft

Flecken Bevern:
Dienstag, den 28.08.2018 um 19:00 Uhr
im Feuerwehrhaus, Rudolf-Diesel-Str. 6, 37639 Bevern

Gemeinde Katlenburg-Lindau:
Donnerstag, den 30.08.2018 um 19:00 Uhr
in der Mehrzweckhalle Lindau, Schützenallee 18, 337191 Katlenburg-Lindau

Flecken Bovenden, nur Ortsteile:
Donnerstag, den 06.09.2018 um 19:00 Uhr
im Landgasthaus Fricke, Mittelstraße 13, 37120 Bovenden-Lenglern

Anmeldungen bitte an: wistado.fr[at]hawk.de

Alle Unternehmer_innen, Gewerbetreibende und Selbstständige, die in den Gemeinden ihre Arbeit ausüben, sind hierzu eingeladen. Wissenschaftler der Hochschule HAWK stellen das Projekt „Perspektiven für den Wirtschaftsstandort Dorf“ (WiStaDo) vor und möchten mit der Wirtschaft vor Ort ins Gespräch kommen:

  • Wie lässt es sich in den Ortsteilen von Bovenden arbeiten?
  • Was bewegt Sie an Ihrem Standort?
  • Wie möchten Sie sich zukünftig in der Gemeinde entwickeln?

Dazu gibt es Zeit zum Austausch und Netzwerken mit den Mitarbeitenden und Professoren des Projekts sowie mit den Bürgermeistern.

 

 

 

Projekt unterwegs in den Orten

Das Team der HAWK besucht die einzelnen Ortsteile der drei Kooperationspartner Flecken Bevern, Flecken Bovenden und Katlenburg-Lindau. Um einen Überblick über die vorhandene Wirtschaft zu bekommen, erfassen wir alle Arbeitsstätten vom Landwirt über Einzelhandel, Handwerk und Produktionsfirmen hin zu Soloselbstständigen und freiberuflich Tätigen.

Für unsere anschließende Befragung suchen wir Menschen, die ihre Arbeit in den Ortsteilen der Gemeinden ausüben. Melden Sie sich einfach per Mail bei uns: wistado.fr@hawk.de

 

Finanzierung:
Das Projekt ist Bestandteil des Südniedersachsenprogramms und wird mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Niedersachsen (MWK) mit insgesamt 439.000 € gefördert.

 

 

 

 

 

Projektgruppe: Dr. Tobias Behnen, MSc. Marcus Cordier, M.A. Sandra Lindemann

    
Dr. Tobias Behnen                    Marcus Cordier                        Sandra Lindemann
(Namen zum Anklicken für die Kontaktangaben)

Zusammenfassung:
Im Rahmen des Projekts sollen Entwicklungshemmnisse und Entwicklungsperspektiven des Wirtschaftsstandortes Dorf analysiert werden.

Projektlaufzeit:
Juli 2017 – Juni 2020

Faltblatt zum Herunterladen: WiStaDo-Flyer_12-2017_pub_WEB

Projektbeschreibung:
Bis in die Mitte des 20. Jh. waren Dörfer für ihre Bewohnerinnen und Bewohner nicht nur Lebensraum, sondern sehr häufig auch Arbeitsort. Arbeitsplätze gab es in der Land- und Forstwirtschaft, dem Handwerk und auch im dorftypischen Dienstleistungsbereich. Das hat sich grundlegend geändert. Einhergehend mit wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungsprozessen sind viele Arbeitsplätze in ländlichen Räumen verloren gegangen. Wenn Dörfer aber zukünftig immer weniger Wirtschaftsstandort sind und damit immer weniger Arbeitsplätze bieten, führt dies unweigerlich dazu, dass junge Menschen die Dörfer weiterhin verlassen und oft nicht zurückkehren. Ist diese Entwicklung unumkehrbar oder gibt es nicht schon heute gute Gründe und auch Möglichkeiten, das Dorf als Wirtschaftsstandort wieder neu in den Blick zu nehmen?

Dieser Frage geht die interdisziplinäre Wissenschaftlergruppe der HAWK in Kooperation mit den südniedersächsischen Gemeinden Katlenburg-Lindau (7 Dörfer) im Landkreis Northeim,  Bevern (5 Dörfer) im Landkreis Holzminden und Bovenden (8 Dörfer) im Landkreis Göttingen nach.

Digitalisierung wird das Arbeitsleben im 21. Jh. verändern. Dies kann bedeuten, dass der Arbeitsprozess zunehmend von Raum und Zeit entkoppelt wird. Eine Rückverlegung von Wirtschaft und Arbeit in ländliche Räume scheint vor diesem Hintergrund möglich. Die Digitalisierung ist aber sicherlich nur eine Komponente für die „wirtschaftliche Wiederbelebung der Dörfer“. Für Unternehmerinnen und Unternehmer sind weitere Rahmenbedingungen, wie die Qualität der Infrastruktur, die Verfügbarkeit von Arbeitskräften und nicht zuletzt auch weiche Standortfaktoren, dazu gehört vor allem auch die soziale Infrastruktur vor Ort (Bildungs- und Freizeitangebote, Nahversorgung etc.), entscheidend für die Standortwahl. Harte und weiche Standortfaktoren sollen deshalb in diesem Forschungsvorhaben gleichermaßen betrachtet werden.

In dem dreijährigen Forschungsprozess sollen folgende Schwerpunkte bearbeitet werden:
Zunächst werden die noch vorhandenen Wirtschaftsstrukturen im primären, sekundären und tertiären Wirtschaftssektor in allen Dörfern vollständig erfasst. Dieser Arbeitsschritt ist erforderlich, da vorliegende Statistiken nicht unbedingt einen vollständigen und differenzierten Überblick über die wirtschaftlichen Aktivitäten und die damit verbunden Arbeitsplätze in den Dörfern liefern.

  1. Es folgt eine Analyse der Rahmenbedingungen, wobei der Fokus auf die Identifizierung von Entwicklungshemmnissen und Entwicklungsvorteilen gerichtet werden soll. Zu den Rahmenbedingungen zählen in diesem Kontext insbesondere die harten und weichen Standortfaktoren. Darüber hinaus sollen die bestehenden Beratungs- und Unterstützungsstrukturen für Unternehmen betrachtet werden.
  2. Abschließend geht es darum, aus den gewonnenen Erkenntnissen konkrete Strategien und Handlungsempfehlungen für die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Dorf in Bezug auf die betrachteten Gemeinden abzuleiten. Auch soll die Übertragbarkeit der Strategien diskutiert werden. In die Untersuchung werden Dörfer der südniedersächsischen Gemeinden Bovenden (Landkreis Göttingen), Katlenburg-Lindau (Landkreis Northeim) und Bevern (Landkreis Holzminden) einbezogen.

Beteiligte Professor/innen der HAWK:
Prof. Dr. Ulrich Harteisen, Geographie
Prof. Dr. Bettina Kietz, Forstwissenschaft
Prof. Dr. Jörg Lahner, Ökonomie

Kooperationspartner:
Flecken Bevern, Landkreis Holzminden
Flecken Bovenden, Landkreis Göttingen
Einheitsgemeinde Katlenburg-Lindau, Landkreis Northeim

Projektbegleitender Beirat:
WRG Wirtschaftsförderung Region Göttingen GmbH
Wirtschaftsförderung Landkreis Northeim
Wirtschaftsförderung Landkreis Holzminden
Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen
Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Klosterkammerforstbetrieb