Gesellschaftliche Teilhabe und Dorf

Bearbeiterin: Lien Lammers

Langtitel der Arbeit: „Das Dorf: Bedeutung kulturräumlicher Determinanten und Herausbildung einer Toleranz- und Anerkennungskultur für die gesellschaftliche Teilhabe und Integration von Zugewanderten.“

Laufzeit: 01.04.2017 – 30.03.2020

Thema: Das Thema Zuwanderung und gesellschaftliche Teilhabe wird zumeist im städtischen Kontext diskutiert und erforscht. Aber auch Dörfer in ländlichen Räumen sind historisch von Migrationsbewegungen geprägt und  sehen diese zum Teil als Chance und Potenzial der Gewinnung neuer Bewohner*innen, um den Herausforderungen des demografischen Wandels begegnen zu können.  Dadurch haben sich spezifischen Umgangsformen entwickelt, die einen Einfluss auf Anerkennung, Teilhabe und Integration in unterschiedlichen Zeitepochen haben.

In der Promotion soll insbesondere die Frage beantwortet werden, ob es eine historisch erlernte/erfahrene, kulturräumliche Determinante der Toleranz und Anerkennung als Faktor für gesellschaftliche Teilhabe von Zugewanderten, die in historischen Migrationsbewegungen innerhalb eines Dorfes bedingt ist, gibt. Und darüber hinaus, ob diese einen heutigen Faktor für Wohn- und Lebensstandortentscheidungen von Zugezogenen darstellt und welche Faktoren gegenwärtig für die Wohn- und Lebensstandortwahl entscheidend sind. Dabei sollen Expert*innen, Zugezogene und Alteingesessene in drei niedersächsischen Dörfern in Hinsicht auf ihre Erfahrungen mit Zuzug, dem Prozess der Teilhabe, der Entwicklung der Dorfgemeinschaft und der Sicht auf Zuzug heute im Vergleich zur Historie befragt werden. Wichtige Einflussfaktoren können dabei die Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme, die sozioökonomischen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Zugewanderten und Alteingesessenen, aber auch kulturräumliche Determinanten wie z.B. Mentalität, Feste, Dorfwirtschaft, Vereinsleben sein.

Gefördert durch:  Georg-Christoph-Lichtenberg-Stipendium des Landes Niedersachsen im Rahmen des Promotionsprogramms „Dörfer in Verantwortung – Chancengerechtigkeit in ländlichen Räumen sichern“ der Universität Vechta, der Leibniz Universität Hannover und der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK)

Betreuer: Prof. Dr. Karl-Martin Born, Uni Vechta; Prof. Dr. U. Harteisen, Regionalmanagement, Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) Göttingen

Dorfforschung

Ländliche Räume und Dorfentwicklung

HAWK Hochschule
Fakultät Ressourcenmanagement
Standort Göttingen
www.hawk-hhg.de

Projektleitung:
Prof. Dr. Ulrich Harteisen
E-Mail: ulrich.harteisen(at)hawk-hhg.de
Telefon:+49/551/5032-170

Projektkoordination:
Dr. Swantje Eigner-Thiel
E-Mail: swantje.eigner-thiel(at)hawk-hhg.de
Telefon:+49/551/5032-175