World Café

Neben dem ExpertInnen-Delphi und dem Impulsvortrag von Prof. Dr. Armin Grunwald lud die AG Digitalisierung eine vielfältige und diverse Gruppe von Hochschulangehörigen zu einem World-Café ein, um weitere Aspekte der digitalen Transformation an der HAWK gemeinsam zu diskutieren 

World Café:
Mit einem World-Café eröffnen die Einladenden den Gästen mit professioneller Moderation einen sicheren Raum, um die verschiedenen Sichtweisen und verschiedene Herangehensweisen an ein Thema voneinander kennenzulernen, Muster zu entdecken und Ziele und Zusammenhänge zu erkennen, neue Umgangsformen kennenzulernen, kooperativ zu werden, genau hinzuhören, zu hinterfragen, konstruktiv zu diskutieren und so gemeinsam Probleme aufzulösen.
Quelle: World Café

1) Die Digitalisierung hat zahlreiche Auswirkungen in meinem persönlichen Lebensumfeld. Was davon ist mir besonders wichtig?

In Hildesheim wurde gefordert, das eigene Denken und das kritische Hinterfragen nicht zu vergessen. Dort zeigte sich Angst vor eine Überforderung des Individuums durch digitale Medien. Die Menschen wünschen sich, dass irrelevantes von relevantem unterscheidbar bleibt. Damit einhergehend wurde auch monopolistische Software und die Abhängigkeit davon kritisch betrachtet. Es wurde sich gewünscht, dass sich die Hochschule folgende Fragen stellt:
Soll die Hochschule ihr eigenes Leitbild der Digitalisierung entwickeln? Wir durchlässig kann/soll die digitale und analoge Welt gestaltet werden?

In Holzminden wird ein besonderes Augenmerk auf die Digitalisierung der Verwaltung und Didaktik gelegt. Dabei kommen Fragen auf, wie sich Lehre innovieren lässt. Dabei steht auch hier der Wunsch nach einer digitalen Kompetenz im Vordergrund. Besonders unterstützenswert wird eine Digitalisierung dann betrachtet, wenn beim Leitbild alle Parteien mit eingebunden werden.

In Göttingen wird die Digitalisierung von Verwaltung und Wissenschaft als besonders bedeutend eingestuft. Dort bedarf es einer Hilfestellung bezüglich der zu verwendenden Hard- und Software. Dabei wird auch der Wunsch nach einer generellen Offenheit gegenüber neuen Entwicklungen geäußert. Beschrieben wird auch eine starke Veränderung der Lebenswirklichkeit im beruflichen als auch im privaten Bereich. Deswegen herrscht eine Verunsicherung bei rechtlichen Fragen, dort wird sich eine Ansprechstelle gewünscht, die eine gewisse Absicherung schafft. Auch eine generelle Medienkompetenz wird gefordert.

2) Vielfache Auswirkungen der Digitalisierung ergeben sich auch für mein Leben an der HAWK. Welche Unterstützung wünsche ich mir von unserer Hochschule?

In Hildesheim wurde eine soziale Zweischneidigkeit deutlich, wir nehmen die Digitalisierung als privaten Zeitfresser wahr, gleichzeitig hilft sie uns aber näher zusammenzurücken. Damit einhergehend wird eine Beschäftigung mit neuartigen Organisationsmöglichkeiten notwendig, die aber nach einer Lernphase zu Erleichterungen im Organisationsprozess führen. Generell muss sich die Hochschule in vielen Fragen neu aufstellen, darunter fallen zum Beispiel das Urheberrecht oder das Waffenrecht. (SW: Waffenrecht? Entweder erklären oder weglassen…)
Die Vielfalt an Möglichkeiten wirft die Frage auf, wo und wann es Sinn ergibt, digital zu arbeiten und in welchen Momenten die Präsenz (nicht) angemessen ist. In diesen Fragestellungen gibt es einen großen Wunsch nach einer zentralen Unterstützungsstelle – auch was generellen technischen Support angeht. Überhaupt ist der Wunsch nach einer Übersicht da, die aufzeigt, welche technischen Wissensstände Studierende mitbringen, welche technischen Möglichkeiten und welches personelle Know-how an der Hochschule existiert. Auch die Vermittlung eines Grundwissens der verfügbaren Services/Programme ist erwünscht, hier erwähnt werden die Fernleihe und Citavi. Falls in diesen Bereichen Fragen aufkommen soll die ZIMT IT als Ansprechpartner immer zur Verfügung stehen.

In Holzminden existiert der Wunsch nach einer Optimierung der Services, was eine einfach zu bedienende, digitale Infrastruktur einschließt, vorgeschlagen wird eine Webseite als Tool. Die bestehenden Module sollten überarbeitet werden, damit Lehrende gezielter E-Learning einsetzen können. Hier besteht der generelle Wunsch zu wissen, welche neuen Technologien/Methoden in der Lehre eingesetzt werden können. Gleichzeitig besteht der Wunsch nach einer Reflexionskompetenz.
Um die Zielsetzungen zu erreichen und zu kontrollieren, wird der Wunsch nach einer IT-Governance geäußert. Zur Anwendung soll auch die Kaizen-Methode kommen, bei der jede(r) Mitarbeiter_In die eigenen Tätigkeiten und den eigenen Arbeitsplatz permanent kritisch hinterfragt, um die jeweilige Arbeitsweise stetig zu verbessern.

In Göttingen wird der gesteigerte Informationsfluss mit dem Begriff Stress verbunden.
Dabei wird aber auch die Möglichkeit hervorgehoben, Entfernungen zu überbrücken. So wird im gleichen Zuge die Vernetzung der Campus erwünscht. Auch eine generelle Forderung nach mehr Transparenz wird deutlich. Göttingen blickt der Digitalisierung positiv entgegen, wünscht sich aber einen reflektierten Umgang mit den entstehenden Daten, bei dem negative und positive Aspekte deutlich dargelegt werden. Daten werden als Währung verstanden und sollten auch einen entsprechenden Schutz genießen. Hier wird auch die Frage aufgeworfen, wie mit dem Druck umgegangen werden kann, die neue Infrastruktur nutzen zu müssen. Auch hier wird wieder der Wunsch nach einer Medienkompetenz laut. Um einer Manipulierbarkeit des Individuums entgegenzuwirken, soll das Gesamtkonzept transparent dargestellt und für jeden verständlich aufbereitet werden. Letztlich wird hervorgehoben, dass der Wandlungsprozess transparent gestaltet wird, überprüfbar ist und bei Bedarf dem Individuum Unterstützung zur Verfügung gestellt wird.

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