Green Building – Digitale Planung

Zur Weiterentwicklung des Studiengangs Green Building (BEng.) der Fakultät [m] wird angestrebt, ein zweites Studienprofil „Digitale Planung“ zu entwickeln oder alternativ entsprechende Studienangebote im Wahlpflicht-Bereich anzuordnen. Zusätzlich zu den bereits etablierten Studieninhalten der Nachhaltigkeit und Energieeffizienz soll damit auf die in der Praxis der Gebäudeplanung voranschreitende Digitalisierung eingegangen und eine entsprechende Qualifizierung erreicht werden. Dabei soll die Methode des „Building Information Modeling“ durchgängig über alle Fachsemester als Basis zur Vermittlung der fachspezifischen Inhalte dienen.

Im Zuge der beschriebenen inhaltlichen Weiterentwicklung des Studiengangs werden auf die studiengangspezifischen digitalen Inhalte angepasste neue E-Learning-Methoden integriert. Insbesondere auf Blended Learning beruhende didaktische Konzepte werden entwickelt und im Rahmen von zwei Pilotphasen unter Einbeziehung umfangreicher Evaluationsmaßnahmen erprobt und optimiert.

Ein fakultätsinterner Transfer der Ergebnisse an die Studiengänge Baumanagement (BEng.) und Energieeffizientes und Nachhaltiges Bauen (MEng.) wird über Schulungen für Lehrende erreicht. Ferner werden die Ergebnisse des Projekts über einen öffentlichen Abschlussworkshop an Fachleute anderer Bildungseinrichtungen und des wirtschaftlichen Umfelds des Studiengangs weitergegeben.
Das Projekt wird gefördert bis März 2022.

Ein Projekt der:
HAWK  Hildesheim/Holzminden/Göttingen
Fakultät [m] Management, Soziale Arbeit, Bauen
Billerbeck 2
37603 Holzminden

Ansprechpartner:
Prof. Dr.-Ing. Sebastian Föste
Tel: 05531/126-142
E-Mail: sebastian.foeste@hawk.de

E-Learning-Konzept und Pilotprojekt für selbstbestimmtes und forschendes Lernen mit Wikis als Wissensmanagementtool

Wikis, mit Wikipedia als bekanntestes Beispiel, sind aus dem Alltag von Studierenden kaum wegzudenken. Die inhärenten Eigenschaften von Wikis können wirkungsvoll sowohl für die Lehre als auch für die Forschung eingesetzt werden. Weitreichende Unterstützung zum Erarbeiten von Grundlagen kann mit ihnen ebenso bereitgestellt werden wie die Begleitung aller Phasen der wissenschaftlichen Arbeit. Vom Sammeln und Ordnen von Informationen über das Herleiten von Gesamtzusammenhängen und Querverbindungen bis zum Präsentieren von Ergebnissen und Erkenntnissen kann alles zentral erfasst, kollaborativ bearbeitet und transparent einer Prüfung geöffnet werden. Damit sind Wikis das Mittel der Wahl für ein orts- und zeitunabhängiges digitales Wissensmanagement. Studierende können mit Wikis durch ein geführtes Selbststudium begleitet und darüber hinaus in allen Phasen der wissenschaftlichen Arbeit mit eingebunden werden. Das so ermöglichte selbstbestimmte Lernen und Forschen kann auf vielfältige Themen und Wissensgebiete angewendet werden. Das hier vorgeschlagene Vorhaben hat daher zum Ziel, diese Eigenschaften von Wikis für die Lehre am Studiengang zu erschließen. Es soll ein Konzept erarbeitet werden, das alle Rahmenbedingungen und Best-Practice-Vorgaben zur Verfügung stellt, die notwendig sind, um ein selbstbestimmtes Lernen und Forschen zu ermöglichen, gleichzeitig jedoch auch eine Plattform für die Zusammenarbeit im Studiengang, in der Fakultät, fakultätsübergreifend und hochschulübergreifend bereitstellt.
Das Projekt wird gefördert bis Dezember 2021

Ein Projekt der:
HAWK  Hildesheim/Holzminden/Göttingen
Fakultät Bauen und Erhalten
Hohnsen 2
31134 Hildesheim

Ansprechpartnerin:
Dipl.-Ing. Erika Puls, M.A.
Tel: 05121-881-225
E-Mail: erika.puls@hawk.de

 

Blended Learning: Basiskompetenzen digital unterstützen

Zur Vermittlung der studiengangsspezifischen Basiskompetenzen sollen insbesondere im Bachelorstudiengang u. a. Kompetenzen methodisch-kontrollierten Handelns erworben werden, um praxis-relevanten Fragestellungen systematisch nachgehen zu können. Aufgrund unterschiedlicher Eingangsvoraussetzungen und heterogener individueller Kenntnisse der Studierenden entsteht individueller Bedarf an Übungen und ergänzenden Tutorien im Bereich des methodisch-kontrollierten Handelns. Diesen Bedarf können Präsenzveranstaltungen nur bedingt leisten. Deshalb sollen in den Bereichen „Wissenschaftliches Arbeiten“ und  „Statistik“ spezifische Module konzipiert werden, die im Rahmen von Blended Learning die Präsenzveranstaltungen digital unterstützen.  Geplant sind die Entwicklung von Webinaren und die Einrichtung von virtuellen Räumen für Kleingruppenarbeit zur Ermöglichung intensiver Übungsphasen. So wird den Studierenden selbstgesteuertes Lernen zeit- und ortsunabhängig ermöglicht. Damit soll sichergestellt werden, dass möglichst viele Studierende, unabhängig von ihren individuellen Eingangsvoraussetzungen, die Qualifikationsziele des jeweiligen Studiengangs erreichen. Das beantragte Projekt hat Leuchtturmcharakter für die Studiengänge, da nach erfolgreicher Evaluation digitale Module  für weitere Präsenzveranstaltungen  (auch im Masterstudiengang) entwickelt und umgesetzt werden können.  Aber auch die Weiterentwicklung des didaktischen Konzeptes der Präsenzveranstaltungen kann durch dieses Projekt gefördert werden.
Das Projekt wird bis September 2021 gefördert.

Ein Projekt der:
HAWK  Hildesheim/Holzminden/Göttingen
Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit
Goschentor 1
31134 Hildesheim

Ansprechpartnerin:
Prof. Dr. Barbara Betz (Studiendekanin)
Tel: 05121-881-481
E-Mail: barbara.betz@hawk.de

Mobile wissenschaftliche Kommunikation


Seit den 1990er-Jahren erleben wir die Verbreitung digitaler Kommunikationsgeräte im alltäglichen Leben. Mit dem Projektantrag Mobile wissenschaftliche Kommunikation sollen diese Geräte als wissenschaftlich nutzbare Arbeitsmittel in Lehrveranstaltungen integriert werden. Ein besonders innovatives Projektziel ist die Vermittlung der Kompetenz, ein mobiles Kommunikationsgerät als qualitativ adäquates Messmittel zu verwenden. Damit wird ein neuer Verwendungskontext für solche Geräte im Wissenschaftsbetrieb eröffnet und die Vielzahl von Anwendungen sowie die Rechenleistung für wissenschaftliche Anwendungen erschlossen. Während Mobilgeräte im Alltagsleben einen festen Platz einnehmen, stellt ihre wissenschaftliche Verwendung für Lernende und Lehrende eine neue Herausforderung dar. Schon jetzt gelingt die Einbindung von Tablets in den Lernkontext, indem die Geräte als Mitschreibemittel für Skripte und Rechenübungen zum Einsatz kommen. Daraus soll das Anwendungsspektrum über Präsentations- und EDV-Anwendungen zum Messmittel und Datenerfassungsgerät sowie einer Prüfungsumgebung weiterentwickelt werden. In diesem Entwicklungsprozess erfüllt die Mitarbeit der Studierenden zentrale Aufgaben: Sie recherchieren, wählen aus und erproben Anwendungen, die für die Geräte der Kohorte am effizientesten sind; sie evaluieren, wie die Einbindung der Anwendungsbeispiele in den Lehrbetrieb gelungen ist. So entsteht ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess, der am Ende des Projektes eine erprobte Lehrveranstaltung im Seminarformat entstehen lässt, die die beteiligten Studierenden mit neuartigen Kompetenzen auf das Berufsleben vorbereitet.
Das Projekt wird bis September 2021 gefördert.

Ein Projekt der: 
HAWK  Hildesheim/Holzminden/Göttingen
Fakultät Naturwissenschaften und Technik
Von-Ossietzky-Straße 99
37085 Göttingen

Ansprechpartner: 
Prof. Dr.-Ing Peter Reinke (Studiendekan)
Tel: 0551-3705-142
E-Mail: peter.reinke@hawk.de

MarsVR – Den Mars virtuell erkunden

MarsVR ist eine in Unity entwickelte Virtual Reality Trainingssimulation, die die Nutzer in ein glaubwürdiges Mars-Szenario versetzt.
Zwei Jahre nachdem die ersten Menschen den Roten Planeten erreicht haben, nimmt der Anwender die Rolle eines Astronauten ein, der auf dem Mars seine ersten Aufgaben erfüllt. Jede Aufgabe dient dazu ein Leben auf dem Mars für die Menschen möglich zu machen.
Mit MarsVR soll jeder erfahren können, was die Zukunft für die Menschen auf dem Mars bereithält.

Die Arbeit entstand im Rahmen der Bachelor-Thesis von Madeline Ebeling und Max Fock an der HAWK Fakultät Gestaltung im Kompetenzfeld Digitale Medien und wurde betreut von Tobias Rosenberger und Prof. Stefan Wölwer

Datenhoheit – ein Experiment von Vincent Timm mit Extended Realities

Wer ist Carlo Frisch? Darüber können sich Interessierte ein eigenes Bild machen, wenn der gebürtige Hildesheimer der Hauptdarsteller eines unkonventionellen Experiments in der Arneken Galerie wird. Unter dem Titel „Datenhoheit“ untersucht Vincent Timm, Masterstudent im Kompetenzfeld Digitale Medien der Fakultät Gestaltung der HAWK in Hildesheim, im Rahmen seiner Master-Thesis, was passiert, wenn die nutzerbezogenen Daten eines Menschen vollkommen offengelegt werden.

Grob vergleichbar ist das Experiment mit der TV-Rubrik „Prism is a dancer“ aus dem Neo Magazin Royale von Jan Böhmermann. Darin wird ein Gast aus dem Publikum gewählt und anhand des Namens werden alle möglichen im Internet auffindbaren Daten in der Fernsehshow ausgewertet. Mit dem Unterschied, dass es bei „Datenhoheit“ nicht darum geht, jemanden bloß zu stellen. Die Daten werden unkommentiert ausgestellt. Die daraus resultierende Ausstellung wirft einen Blick auf die Interessen von Carlo Frisch in ausgewählten Zeiträumen von 2008 bis 2019. Timm nutzt dafür Augmented-Reality und Virtual-Reality, um die Betrachtenden dazu zu bewegen, ihre Perspektive zu ändern. Es geht darum, sich ein eigenes Bild über Frisch zu bilden. Der hat selbst ein eigenes Interesse daran, zu sehen, wie auf ihn reagiert wird. Am Ende fragt Timm bei den Gästen die Eindrücke ab, die sie von Frisch gewonnen haben.

Bei diesem Experiment sollen Antworten auf die Fragen gefunden werden: „Inwieweit bauen Extended Realities, also computergestützte Erweiterungen der Realitätswahrnehmung, physische Räume aus? Und wie wird dadurch die Perspektive des Individuums auf die Umwelt verändert?“ Ziel des Experiments soll sein, einen Reflexionsprozess in Gang zu setzen, der probiert, die unterschiedlichen Sichtweisen zu einer übereinstimmenden Realität zusammenzuführen. Timm erklärt seine These: „Der Mensch legt im Laufe seines Lebens kognitive Schemata an, die meistens durch Anpassung und Angleichung gespeist werden. Funktioniert eines dieser Schemata nicht mehr, so ist es nicht mehr überlebensfähig und muss angepasst werden. Extended Realities können dabei helfen, flüchtige Gedankenräume zu materialisieren und in Bezug zur physischen Realität zu setzen.“ Es geht also nicht darum, eine digitale Ebene zu schaffen, um der physischen Welt zu entfliehen, sondern darum, die Brille zu wechseln, um die eigene Realität auf ihren Wahrheitsanspruch zu überprüfen.
Vincent Timm studiert Digitale Medien mit dem Schwerpunkt Interaction Design und beschäftigt sich stark mit Identitätsbildung und -auslebung in Onlinewelten. „Da liegt die Frage nahe, ob wir eigentlich wissen, was unsere nutzerbezogenen Daten über uns verraten. Mein Kommilitone Carlo Frisch besaß die Neugier, wissen zu wollen, was ich über ihn herausfinden könnte. Er hat auch den Wert der Aufgabe erkannt, sich transparent mit seinen ungeschönten Daten der Öffentlichkeit zu präsentieren“, erklärt Timm.

Damit einher geht also auch ein kritisches Statement in Richtung von Plattformen wie Instagram, wo es doch eher darum geht, darzustellen, dass Glück und Erfolg der Person innewohnen. Timm sagt dazu: „Ich frage mich, ob es unserer Gesellschaft guttun würde, die Menschen um uns herum mit all ihren Facetten kennenzulernen. Das würde uns vielleicht Druck nehmen und gleichzeitig öffnen für die Akzeptanz der Andersartigkeit der Menschen um uns herum.“

Wann und wo?

Das Experiment „Datenhoheit“ findet am 7. und 8. Juni 2019, von 16 bis 20 Uhr, im 1. OG in der Arneken Galerie statt.

Workshop „Digitalisierung gestalten!“

Wir laden alle Hochschulangehörigen herzlich zum Workshop „Digitalisierung gestalten!“ am Mittwoch, 26. Juni 2019, von 14.00 – 17.00 Uhr im Auditorium am Campus Weinberg ein. Wir starten mit einem Impulsvortrag von Prof. Dr. Armin Grunwald, Studium der Physik, Mathematik und Philosophie und Leiter des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB).

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Impulsvortrag von Prof. Dr. Armin Grunwald

Wir freuen uns auf den Impulsvortrag von Prof. Dr. Armin Grunwald!

Prof. Grunwald, Studium der Physik, Mathematik und Philosophie, ist Leiter des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) und wird uns zum Workshop am 26. Juni 2019 seine Einschätzung zur Digitalen Transformation darlegen.

„Stattdessen müssen wir das Denken in Alternativen entwickeln: alternative Möglichkeiten statt alternativloser Anpassung. Dann wird Gestaltung möglich, sicher nicht in allen Bereichen und zu jedem Produkt, aber wenigstens in denen, die unsere Zukunft maßgeblich mitprägen. Ja, Gestaltung kann anstrengend sein, sicher anstrengender, als auf dem Sofa zu sitzen und darüber zu klagen, dass man ja doch nichts machen kann. Aber es lohnt sich. Wir können etwas tun, wir müssen es nur wollen.“

Prof. Dr. Armin Grunwald in „Der unterlegene Mensch – Die Zukunft der Menschheit im Angesicht von Algorithmen, künstlicher Intelligenz und Robotern“, 2019

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