Handlungsstrategien

Das Land Niedersachsen hat im Rahmen der Zukunftsoffensive Bildung mit der geänderten Förderrichtlinie „Ausbau Tagesbetreuung“ die Förderbeiträge pro neu geschaffenen Krippenplatz in Tageseinrichtungen von 7.700 Euro auf 12.000 Euro erhöht (Niedersächsische Staatskanzlei, 2015). Dadurch soll der Krippenausbau gefördert, die Kommunen bzw. Träger von Krippen finanziell entlastet und der ungebrochenen Nachfrage nach Krippenplätzen für Kinder unter 3 Jahren nachgekommen werden. Ein weiteres Ziel der niedersächsischen „Zukunftsoffensive Bildung“ ist die Qualitätsverbesserung, worunter u.a. Maßnahmen des Arbeitsschutzes und der Gesundheitsförderung zählen (Niedersächsisches Kultusministerium, 2015). Das Projekt greift beide Schwerpunkte auf und stärkt den Kompetenzbereich der Gesundheitswirtschaft in Krippen.

Die Kooperationspartner werden landkreisübergreifend aus der Region Leine-Weser (Hannover, Hildesheim, Elze), und der Region Braunschweig (Göttingen, Bienrode) ausgewählt. Für die Region Leine-Weser ist die Förderung der Arbeitsmarktteilhabe ein wesentliches Schwerpunktziel, dass durch das präventive Interventionskonzept gefördert wird, indem von sinkenden Krankheitstagen und Vermeidung von Berufsunfähigkeit ausgegangen wird. Auch werden die Potenziale in der Gesundheitswirtschaft durch das betriebliche Präventionskonzept unterstützt, was ein Schwerpunkt aller Regionen ist. Durch die Entwicklung des innovativen Präventionskonzeptes für pädagogische Fachkräfte in Krippen werden zukunftsfähige Strukturen des betrieblichen Gesundheitsmanagements generiert und gestärkt. Dies wird sich auf die Attraktivität der Lebens- und Wirtschaftssituation für Arbeitnehmer/innen und Arbeitgeber/innen in den Regionen auswirken.

Durch die partizipative Entwicklung, Implementierung und Evaluation der Interventionsmaßnahme und die Erstellung einer Handreichung zur Entwicklung gesundheitsförderlicher Konzepte incl. der Beschreibung von Umsetzungsbeispielen werden die beteiligten niedersächsischen Regionen in der Bildung und Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte in Krippen gestärkt. Außerdem werden Kooperationen und die Wissensvernetzung der beteiligten Kooperationspartner durch projektinterne Treffen ermöglicht.

Es wird davon ausgegangen, dass sich die Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte im Bereich des Gesundheitsmanagements (z.B. bzgl. struktureller und arbeitsorganisatorischer Rahmenbedingungen) als Einrichtungs- und Standortvorteil ergibt, auf andere Krippen übertragbar ist und dies Anreiz für andere Krippen bietet. Da der Ansatz des Prinzips des „Bottom-up“ während des gesamten Forschungsprojektes gewährt und das Interventionskonzept partizipativ entwickelt und umgesetzt wird, wird von einer hohen Nachhaltigkeit ausgegangen.

Insgesamt unterstützt das Projekt die Stärkung und Weiterentwicklung der Forschungs- und Wissenschaftsregion Niedersachsen und den gegenseitigen Wissenstransfer von der Hochschule und der pädagogischen Praxis durch die fachübergreifende Ausrichtung der Projektinhalte. Durch die im Projekt gegebene anwendungsorientierte Forschung werden sowohl das zielgruppenorientierte, arbeitsplatzangepasste und betriebliche Gesundheitsmanagement gestärkt als auch das Ziel verfolgt, institutionsübergreifende Netzwerkstrukturen unter den niedersächsischen Krippen aufzubauen. Dies greift wiederum die Handlungsstrategien des Landes Niedersachsen auf.

AGnEEs

Arbeits- und Gesundheitsschutz für pädagogische Fachkräfte in niedersächsischen KiTas

Projektleitung

HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst
Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit
Standort Hildesheim
www.hawk-hhg.de

Projektleitung:
Prof. Dr. Ruth Jäger-Jürgens ruth.jaeger@hawk-hhg.de

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen:
Maria Barthel
Esther Scholz-Minkwitz

agnees.fs@hawk-hhg.de
Telefon: 05121/881-539

Förderer

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